Trifluoressigsäure und andere PFAS im Grundwasser – was tragen Pflanzenschutzmittel bei? |
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Pflanzenschutzmittel (PSM) sind keine bedeutende Quelle für PFAS. Das zeigt eine Studie von Agroscope. |
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Trifluoressigsäure und andere PFAS im Grundwasser – was tragen Pflanzenschutzmittel bei? |
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Pflanzenschutzmittel (PSM) sind keine bedeutende Quelle für PFAS. Das zeigt eine Studie von Agroscope. |
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Nach OECD-Definition zählen 20 derzeit bewilligte PSM-Wirkstoffe zu PFAS, davon 18 als potenzielle TFA-Vorläufer. Die Verkaufsmenge lag zwischen 30 und 45 Tonnen pro Jahr (2008–2023). Grösstes Potenzial für TFA-Bildung haben fluorierte Kältemittel aus Klima- und Kühlanlagen, gefolgt von fluorierten PSM-Wirkstoffen. Die TFA-Deposition aus der Atmosphäre wird für die Schweiz auf 24,5 Tonnen pro Jahr geschätzt, hauptsächlich aus dem Abbau von Kältemitteln. Das maximale Potenzial aus PSM liegt bei durchschnittlich 11,5 Tonnen pro Jahr. TFA wird flächendeckend im Grund- und Trinkwasser nachgewiesen. Der Anteil der TFA aus Kältemitteln oder PSM variiert je nach Standort erheblich. Die ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen von TFA sind bislang nicht ausreichend geklärt.
PFAS («Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen») sind eine grosse Gruppe von über 10.000 chemischen Substanzen, die mindestens eine perfluorierte Methyl- (-CF3) oder Methylengruppe (-CF2-) enthalten. Früher verstand man darunter vor allem langkettige, vollständig oder stark fluorierte Stoffe («klassische» PFAS). Seit 2021 gilt die breitere OECD-Definition, die auch viele weitere Verbindungen einschliesst, mit sehr unterschiedlichen physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften.
TFA (Trifluoressigsäure) ist die kleinste Carbonsäure innerhalb der PFAS-Gruppe. Sie kann beim Abbau aller PFAS entstehen, die eine -C-CF3-Einheit enthalten und selbst nicht persistent sind. TFA ist gut wasserlöslich, wird im Boden kaum zurückgehalten und baut sich unter Umweltbedingungen nicht weiter ab. Die Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt sind noch nicht abschließend geklärt.
Quelle:
Originalartikel: Balmer M.E., Baumgartner D., Schaller U., Bormann P., Poiger T. (2025).
Trifluoressigsäure und andere PFAS im Grundwasser – was tragen Pflanzenschutzmittel bei?.
Agrarforschung Schweiz, 16, 132–144.