Mit den Honigbienen geht es aufwärts

Parasiten, Krankheiten und ein unausgewogenes Nahrungsangebot machen den Honigbienen das Leben schwerer. Dafür, das die Bienen zu verschwinden drohen, gibt es jedoch keine Anzeichen.Die FAO, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO, führt genaue Statistiken über die landwirtschaftliche Produktion weltweit. Dazu gehört auch die Imkerei. Hier werden sowohl die Zahl der Bienenvölker als auch die Honigproduktion erfasst.

Bienestöcke und Honigproduktion in Europa

Die Entwicklung der Zahlen über die letzten zwanzig Jahre macht deutlich, dass die Gesamtzahl der Bienenstöcke in Europa zwar leichten Schwankungen unterworfen ist, aber keine dramatischen Änderungen zeigt. Von 2009 bis 2013 hat die Zahl der Bienenvölker um 1,3 Millionen zugenommen. Bei der Honigproduktion zeigt sich ein deutlicher Aufwärtstrend, sie hat über die letzten zwanzig Jahre um etwa 20% zugenommen.
Je nach den Klimabedingungen im Vorjahr und während des Winters geht ein Teil der Bienenvölker bereits vor dem Einwintern oder während der Winterpause ein, oder ist im Frühjahr zu geschwächt um sich zu einem produktiven Volk zu entwickeln. Im langjährigen Durchschnitt beträgt die Summe dieser Verluste in der Schweiz etwa ein Viertel. In besonders ungünstigen Jahren, wie dem Winter 2011/12, können bis zur Hälfte der Völker verloren gehen. Auch in den anderen europäischen Ländern werden solche jährlich schwankenden Verluste beobachtet.

Während Umwelt-Aktivisten in ihren Kampagnen Pflanzenschutzmittel als Hauptursache des Bienensterbens sehen, sind sich Fachleute einig dass sich viele Faktoren ungünstig auf Honigbienen-Völker auswirken. Dazu gehören in erster Linie der Befall mit Parasiten wie der gefürchteten Varroa-Milbe, eine Schwächung durch Krankheiten (z. B. Faulbrut) und eine ungleichmässige Versorgung mit Nahrung in der Natur.
Die jährlichen Winterverluste werden durch die Vermehrung der Honigbienen allerdings rasch wieder ausgeglichen, so dass sich die Gesamtzahl der Bienenstöcke kaum ändert. Für das von manchen Kreisen immer wieder heraufbeschworene Szenario des kurz bevorstehenden Verschwindens der Honigbienen, das angeblich sogar die Lebensgrundlage der Menschheit gefährden könnte, liefern diese Statistiken keine Anzeichen.
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Quellen:

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